Dr. Elisabeth Strahberger bei der Ultraschall-Untersuchung

Vorsorge

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist ein wesentlicher Eckpfeiler in der Frauengesundheit. Es ist wesentlich, mehr noch, es ist für Frauen lebenswichtig, dass Sie ein Mal im Jahr durchgeführt wird. Viele Erkrankungen lassen sich durch diese Vorsorgeuntersuchung frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln – und im besten Fall sogar vermeiden.

Vorsorgeuntersuchung

Da ich Wahlärztin bin, nehme ich mir während der Ordination ausreichend Zeit für Sie und in der Folge führe ich behutsam eine Vorsorgeuntersuchung durch.

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung umfasst:

  • Ein ausführliches Beratungsgespräch
  • Krebsabstrich
  • Tastbefund der Gebärmutter und Eierstöcke
  • Ultraschall-Untersuchung mit modernsten Geräten, um frühzeitig Veränderungen an Gebärmutter und Eierstöcken zu erkennen
  • Infektionsdiagnostik, gegebenenfalls auch Abnahme einer Scheidenkultur sowie eines HPV-Status
  • Untersuchung der Brust und ausführliche Anleitung zur Selbstuntersuchung
  • Kinderwunschdiagnostik
  • Verhütungsberatung
  • Therapie von Wechselbeschwerden
  • Diagnostik und Therapie von Blasenentleerungsstörungen (Inkontinenz)

Thema Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit, nach Brustkrebs, die zweithäufigste Krebstodesursache bei Frauen. Etwa zwei Drittel aller Frauen stecken sich im Laufe ihres Lebens mit humanen Papillomaviren (HPV) an. Gut 90% dieser Infektionen bleibt unbemerkt und heilt von selbst aus. Etwa jede 10. Frau entwickelt aber bösartige Zellveränderungen, die Vorstufen von Krebs sein können.

HP-Viren sind außerdem für Krebs an den Schamlippen, der Scheide, des Afters, am Penis, im Mund und Rachen sowie für Genitalwarzen verantwortlich.

Infektion mit HPV

Humane Papillomaviren (HPV) werden beim Geschlechtsverkehr durch direkten Hautkontakt übertragen. Kondome bieten dabei keinen zuverlässigen Schutz.

Es zeigen sich zunächst oft keinerlei Anzeichen einer HPV-Infektion, sodass sich bis zu über 15 Jahre hinweg Krebsvorstufen entwickeln können. Diese Krebsvorstufen können durch den sogenannten Krebsabstrich ("PAP-Abstrich") in meiner Praxis nach einer darauffolgenden Laboruntersuchung des Abstrichs entdeckt werden.

Manchmal ist eine Operation ("Konisation") nötig, um vollständig von HPV geheilt zu werden. Diese Operation ist zwar kein schwerer Eingriff, aber neben den typischen Komplikationen wie Nachblutungen oder Infektionen, wird dabei durch das chirurgische Entfernen des infizierten Gewebes der Gebärmutterhals verkürzt, sodass bei späteren Schwangerschaften das Risiko einer Frühgeburt erhöht ist.

Impfung gegen HPV

Zum Schutz vor Erkrankungen, die durch HP-Viren der Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 hervorgerufen werden, kommt ein 9-fach HPV-Impfstoff zum Einsatz.

Die HPV-Stämme 16+18 sind für ca. 75% der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich, HPV 6 und 11 für ca. 90% der Fälle von Genitalwarzen.

Seit 2006 steht erstmals eine Impfung gegen von HP-Viren verursachten Gebärmutterhalskrebs zur Verfügung. In Kombination mit dem jährlichen PAP-Abstrich in meiner Praxis können Sie sich effizient gegen diese Erkrankung und ihre möglichen schweren Folgen schützen.

Idealerweise sollten Mädchen und Buben vor dem ersten sexuellen Kontakt (zwischen dem 9. und 12. Lebensjahr) geimpft werden.

Dennoch zeigen aktuelle Studien, dass auch ältere, sexuell aktive Frauen (bis zum 45. Lebensjahr) und jene, die schon einmal eine HPV-Infektion oder eine Konisation hatten, von einer Impfung profitieren.

Eine bereits stattgefundene Infektion hinterlässt keinen zuverlässigen Schutz vor einer erneuten Ansteckung mit HPV.

HPV-Impfung für Kinder und Jugendliche bis 18

Seit Februar 2014 wird die HPV-Impfung für Kinder in der 4. Klasse kostenfrei in der Schule angeboten. Sie besteht aus 2 Teilimpfungen im Abstand von 6 Monaten.

Für alle Kinder vom 12. bis 15. Geburtstag sowie Jugendliche bis 18 besteht die Möglichkeit, die HPV- Impfung zum günstigen Selbstkostenpreis in den Bezirksgesundheitsämtern der MA 15 zu erhalten.

HPV-Impfung für erwachsene Frauen

Das Impfschema bei erwachsenen Frauen besteht aus 3 Teilimpfungen, die im Abstand von 2 und 6 Monaten nach der Erstimpfung verabreicht werden.

Da die HPV-Impfung eine noch relativ junge Impfung ist, kann noch keine klare Aussage darüber getroffen werden, wie lange nach der 3. Teilimpfung ein Impfschutz gegeben ist.

Nach der bisher vorliegenden Studienlage geht man jedoch davon aus, dass die Schutzwirkung der HPV-Impfung sehr lange, vielleicht sogar lebenslang erhalten bleibt.

Großangelegte Studien, vielfache Überprüfungen und Impferfahrungen (170 Millionen Impfungen, Stand 2013) belegen die Sicherheit und Verträglichkeit der HPV-Impfung.

Die Kombination aus der Impfung gegen humanen Papillomaviren und dem jährlichen Krebsabstrich bietet nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft den bestmöglichen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs, Krebsvorstufen im Genitalbereich und Feigwarzen.

Frauen ab 35 wird, zusätzlich zum Krebsabstrich, ein HPV-Abstrich empfohlen.